Den eigenen Takt finden, wenn andere ihn vorgeben.

Organisationsberatung für Kultureinrichtungen im Umbruch
Raumumbruch · Finanzierungsdruck · Leitungswechsel

Sanierung und Interim, Kürzungen im Haushalt, eine neue Leitung: Jeder dieser Umbrüche setzt einen Takt, den das Haus nicht selbst bestimmt. Der Bauzeitplan, das Haushaltsjahr oder der Antrittstermin verlangen Festlegungen, während die organisatorischen Fragen dahinter noch offen sind.

Was wir beobachten​

Theater ziehen ins Interim und finden dort eine Freiheit, die im alten Haus nicht denkbar war. Museen streichen unter Konsolidierungsauflagen Programmlinien und müssen zugleich zeigen, wofür sie gebraucht werden. Nach einer Kürzungsrunde bleiben Aufgaben zurück, deren Stellen nicht mehr da sind. Eine neue Intendanz tritt an, und Zuständigkeiten, die an der bisherigen Leitung hingen, sind plötzlich offen. Kulturzentren ringen mit Entscheidungsstrukturen, die aus einer Zeit stammen, in der alles kleiner war.

Was diese Situationen verbindet: In den Häusern gibt es ein feines Gespür dafür, dass sich mehr verändert als Grundriss, Budget oder Name an der Tür. Häufig fehlt eine gemeinsame Sprache, um darüber zu reden. Umbrüche stellen Fragen an die Organisation, die im Bauplan, in der Streichliste und im Besetzungsverfahren nicht vorkommen.

Wie wir hinschauen

Aus unserer Arbeit mit Kultureinrichtungen sind die IMTAKT Aktionsfelder entstanden. Sie benennen fünf Aufgaben, die ein Haus im Umbruch gleichzeitig bewältigen muss. Jede ist eine Doppelaufgabe: Beide Seiten gelten, keine lässt sich streichen.

Der Identitätsanspruch: Bewährtes erhalten und Neues lernen
Das Strategieversprechen: Nach außen wirken und nach innen tragen
Das Funktionsbild: Zuständigkeiten festlegen und Aufgaben flexibel halten
Die Strukturfrage: Entscheidungen bündeln und Beteiligung öffnen
Die Prozessbalance: Sorgfalt leisten und Tempo halten

Dazu kommt ein offenes Feld für das, was sich erst in der Zusammenarbeit zeigt: Unerwartetes zulassen und mitgestalten.

Was diese Aufgaben im Umbruch so anspruchsvoll macht: Bauzeitplan, Haushaltsjahr oder Antrittstermin geben den Takt vor, die Organisation braucht Zeit.

Wirksam führen in Umbrüchen

Die Führungskräfte, die einen Umbruch steuern sollen, wurden üblicherweise für eine andere Aufgabe eingestellt. Wenn sich Räume, Budgets oder Leitungen verändern, tragen die eingespielten Routinen oft nicht mehr. Wie lässt sich führen und entscheiden, wenn vieles noch offen ist?

IMTAKT arbeitet mit Leitungsteams und Projektteams am konkreten Vorhaben des Hauses. Die IMTAKT Aktionsfelder helfen, die Doppelaufgaben des Umbruchs zu sortieren und einen gemeinsamen Orientierungsrahmen zu entwickeln.

Vom ersten Gespräch zur Begleitung

Wir begleiten Kultureinrichtungen vor, während und nach einem Umbruch. Jede Stufe hat ihren eigenen Wert. Keine verpflichtet zur nächsten.

Stufe 1: Impulsgespräch. Kostenlos, 60 Minuten. Wir gehen gemeinsam den Fragen nach, die bei Ihnen gerade drängen, mit Ihrem Wissen von innen und unserem Blick von außen. Danach erhalten Sie eine Kurzanalyse. Was daraus folgt, entscheiden Sie.

Stufe 2: IMTAKT-Check. Eine erste Diagnose. Wir führen drei bis fünf Gespräche mit Schlüsselpersonen Ihres Hauses und werten sie entlang der IMTAKT Aktionsfelder aus. Sie erhalten einen kompakten Bericht mit Empfehlungen.

Stufe 3: Zukunftswerkstatt. Ein Tag mit zwei Beratenden. Wir arbeiten mit Ihnen an den drängenden Aktionsfeldern und legen eine Richtung mit ersten Schritten fest. Das Ergebnis lässt sich in Förderanträge oder Projektaufträge übernehmen.

Stufe 4: Prozessbegleitung. Wir begleiten die Umsetzung mit passenden Formaten und beobachten mit Ihnen, ob sich die Entscheidungen im Alltag bewähren: nach der Rückkehr ins sanierte Haus, nach dem Ende einer Konsolidierung, nach der Antrittsphase einer neuen Leitung.

Mitdenken und weiterlesen

Drei aktuelle Beiträge aus unseren Beobachtungen und unserer Arbeit mit Kultureinrichtungen im Umbruch.

Ein Gespräch zum Anfang

Ihre Kultureinrichtung steht vor einem Umbruch oder ist schon mitten darin? Wir sprechen gerne mit Ihnen darüber, was das für Ihre Organisation bedeutet. Im Impulsgespräch gehen wir gemeinsam den Fragen nach, die bei Ihnen gerade drängen. Danach erhalten Sie eine Kurzanalyse. Kostenfrei, ohne Verpflichtung. Das Gespräch eignet sich auch für Kulturämter, die mehrere Häuser begleiten.

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